Die dena NIS2-Roadmap: sechs Etappen
Im Pilot-Mentoring der dena (Q2 bis Q3 2025) haben Start-ups und kleine Unternehmen der Energiewirtschaft in neun Gruppensitzungen gemeinsam gelernt und geübt: kompaktes Wissen, moderierter Austausch unter Peers, Fragerunden mit Expert*innen, Mini-Workshops und Rollenspiele. Daraus ist die Roadmap entstanden. Geschrieben hat sie int[cube] gemeinsam mit Cyber Policy Haus, wissenschaftlich begleitet von der Gesellschaft für Informatik, herausgegeben von der Deutschen Energie-Agentur (dena).
- Endgegner Einkauf: verstehen, was Auftraggeber erwarten, den eigenen Geltungsbereich festlegen und realistische Nachweise vorbereiten, statt im Fragebogen-Marathon zu stecken.
- Krisenkommunikation: die Reputation auch im Krisenfall schützen, mit klarer, offener Kommunikation und gezieltem Stakeholder-Management; mit Übung.
- Sichere Software: was NIS2 für Softwareeinkauf und Softwareentwicklung bedeutet, und Schwachstellenmanagement aus Sicht der Entwicklung.
- Asset Management: ein aktuelles Inventar der IT- und Informationswerte und ihrer Beziehungen als Grundlage jeder Sicherheitsentscheidung.
- Risikomanagement: Gefahren nach dem Allgefahrenansatz erkennen, bewerten und priorisieren, damit die Maßnahmen zu den Risiken passen.
- Incident Readiness: Vorbereitung, Erstmaßnahmen und Eskalation, angelehnt an ISO 27035, IT-Grundschutz und NIST SP 800-61.
Die Roadmap ist frei verfügbar (CC BY 4.0): dena NIS2-Roadmap für Energie-Start-ups (PDF), Übersicht auf der Seite der dena.
Von der Roadmap zur Kohorte
Die Roadmap zeigt den Weg. In einer Kohorte gehen ihn mehrere Unternehmen gleichzeitig: Jedes setzt eine Etappe an den eigenen Systemen um, mit wöchentlichen Terminen, einem festen Ziel nach 6 bis 12 Wochen und Kolleg*innen, die vor denselben Fragen stehen. Bei Incident Readiness heißt das zum Beispiel: Alle erstellen ein Playbook und testen es am Ende in Tabletop-Übungen. Bei Endgegner Einkauf liegen am Ende die Nachweise bereit, nach denen Ihre Kunden fragen.

